Fernstudium und Fernunterricht - Schüler-Bafög


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Schüler-Bafög für Fernunterricht / Erlangung von Schulabschlüssen

Auch Fernunterricht, der zur Erlangung von Schulabschlüssen führt, kann durch Bafög gefördert werden. BAföG für ein Fernunterricht wird jedoch längstens für 12 Monate gewährt.

Der BAföG-Bedarfssatz liegt zurzeit bei etwa 400, Euro pro Monat. Evtl. kann sich Ihr Bedarfssatz durch den Nachweis von Miete, Nebenkosten, Krankenkasse und Pflegeversicherung erhöhen. Das BAFöG wird als Zuschuss gewährt. Dieser muss nicht zurückgezahlt werden.

Auch ist die Vergabe des BAföGs für Fernunterricht abhängig von der Lebenssituation wie: Familienstand, Ihr Einkommen, evtl. das Einkommen der Eltern usw.

Nicht für jeden Lehrgang kann BAföG für Fernunterricht beantragt werden. Entscheidend für eine Förderung ist, dass der Fernunterricht bzw. der Fernstudiengang mit den selben Zugangsvoraussetzungen und dem selben Abschluss angeboten wird, wie vergleichbare Angebote im Präsenzunterricht (vgl. 2 Abs. 1 oder 2 Abs. 3 BAföG). Der Anbieter muss entweder nach 12 unter das Fernunterrichtsschutzgesetz fallen oder in öffentlich-rechtlicher Hand liegen.

Es ist Aufgabe der zuständigen Landesbehörde zu entscheiden, wem (Schüler oder Studenten) die Teilnehmer von einem Fernlehrgang bzw. Fernstudium gleichgestellt sind. Zur Orientierung:

Wer sich per Fernunterricht auf den Hauptschulabschluss vorbereitet, wird ab dem vollendeten 17. Lebensjahr mit einem Schüler der Abendhauptschule gleichgestellt.

Wer sich per Fernunterricht auf einen Realschulabschluss vorbereitet, wird ab dem 18. Lebensjahr einem Schüler der Abendrealschule gleichgstellt.

Wer sich mit dem Fernunterricht auf den Erwerb der Fachhochschulreife vorbereitet, wird ab dem vollendeten 19. Lebensjahr einem Schüler einer Fachoberschulklasse (Voraussetzung abgeschlossene Berufsausbildung) gleichgestellt.

Wer sich auf mit dem Fernunterricht eine allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife, also das Abitur oder Fachabitur, vorbereitet, wird ab dem vollendeten 19. Lebensjahr einem Schüler auf dem Abendgymnasium gleichgestellt.

Bafög-Antrag für ein Fernstudium

Bafög-Antrag für ein Fernstudium (Bayern)(Der Bayerische Bafög-Antrag weicht vom Gesamtdeutschen Bafög-Antrag ab)

Bundesgesetz über individuelle Förderung der Ausbildung (Bundesausbildungsförderungsgesetz - BAföG)

vom 26. August 1971 (BGBl. I S. 1409), in der Fassung der Bekanntmachung vom 6. Juni 1983 (BGBl. I S. 645, ber. 1680), zuletzt geändert durch das 21 BAföGÄndG vom 02.Dezember 2004 (BGBl. I S.3127) einschließlich der Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföGVwV 1991) vom 15.10.1991 (GMBl. S. 770), zuletzt geändert durch die BAföGÄndVwV 2001 vom 20.12.2001 (GMBl. S. 1143) Stand: 03.02.2004 § 3 Fernunterricht
 
(1) Ausbildungsförderung wird für die Teilnahme an Fernunterrichtslehrgängen geleistet, soweit sie unter denselben Zugangsvoraussetzungen auf denselben Abschluss vorbereiten, wie die in § 2 Abs. 1 bezeichneten oder nach § 2 Abs. 3 bestimmten Ausbildungsstätten.
 
(2) Ausbildungsförderung wird nur für die Teilnahme an Lehrgängen geleistet, die nach § 12 des Fernunterrichtsschutzgesetzes zugelassen sind oder, ohne unter die Bestimmungen des Fernunterrichtsschutzgesetzes zu fallen, von einem öffentlich-rechtlichen Träger veranstaltet werden.
 
(3) Ausbildungsförderung wird nur geleistet, wenn
 
1. der Auszubildende in den sechs Monaten vor Beginn des Bewilligungszeitraumes erfolgreich an dem Lehrgang teilgenommen hat und er die Vorbereitung auf den Ausbildungsabschluss in längstens 12 Monaten beenden kann,
 
2. die Teilnahme an dem Lehrgang die Arbeitskraft des Auszubildenden voll in Anspruch nimmt und diese Zeit zumindest drei aufeinanderfolgende Kalendermonate dauert.
 
Das ist durch eine Bescheinigung des Fernlehrinstituts nachzuweisen.
 
(4) Die zuständige Landesbehörde entscheidet, den Auszubildenden welcher Ausbildungsstättenart die Teilnehmer an dem jeweiligen Fernunterrichtslehrgang gleichzustellen sind. Auszubildende, die an Lehrgängen teilnehmen, die
 
1. auf den Hauptschulabschluß vorbereiten, werden nach Vollendung des 17. Lebensjahres den Schülern von Abendhauptschulen,
 
2. auf den Realschulabschluß vorbereiten, werden nach Vollendung des 18. Lebensjahres den Schülern von Abendrealschulen,
 
3. auf die Fachhochschulreife vorbereiten, werden nach Vollendung des 19. Lebensjahres den Schülern von Fachoberschulklassen, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung voraussetzt,
 
4. auf die allgemeine oder eine fachgebundene Hochschulreife vorbereiten, werden nach Vollendung des 21. Lebensjahres den Schülern von Abendgymnasien
 
gleichgestellt.
 
(5) § 2 Abs. 4 und 6 ist entsprechend anzuwenden.

 

Allgemeine Verwaltungsvorschrift zu § 3

Zu § 3Abs. 1

3.1.1       § 3 ist nur auf die Teilnahme an Lehrgängen anzuwenden, die nicht als Besuch von Ausbildungsstätten im Sinne des § 2 anzusehen ist. Ein Fernstudium, für das der Auszubildende an einer Hochschule immatrikuliert ist (z. B. Fernuniversität Hagen), ist ein Fernunterrichtslehrgang, fällt aber nicht unter § 3. Vgl. auch Tz 4.0.4.

3.1.2       Ein Fernunterrichtslehrgang ist die sich über einen längeren Zeitraum erstreckende, planmäßig geordnete Vermittlung allgemeiner, beruflicher und/oder wissenschaftlicher Kenntnisse und/oder beruflicher Fertigkeiten durch hierzu qualifizierte Personen, die ausschließlich oder überwiegend über eine räumliche Distanz hinweg mit Hilfe von Schrift-, Bild- und/oder Tonmaterial durchgeführt wird.

3.1.3       Dass der Fernunterrichtslehrgang unter denselben Zugangsvoraussetzungen auf denselben Abschluss wie eine der in § 2 Abs. 1 bezeichneten oder nach § 2 Abs. 3 bestimmten Ausbildungsstätten vorbereitet, ist anzunehmen, wenn die in den Ausbildungsbestimmungen des Bundes oder eines der Länder festgesetzten Anforderungen erfüllt sind.

3.1.4       Ob die Voraussetzungen nach Absatz 1 vorliegen, entscheidet die zuständige Landesbehörde zusammen mit der nach Absatz 4 zu treffenden Entscheidung.

3.1.5       Teilnehmer an Fernlehrgängen, die den in § 2 Abs. 1 Nr. 1 genannten Auszubildenden gleichzustellen sind, werden gefördert, wenn sie außerhalb des Elternhauses untergebracht sind. § 2 Abs. 1 a findet keine Anwendung.

Zu Absatz 2

3.2.1       Für die Teilnahme an Lehrgängen, die nach Maßgabe des § 14 Abs. 3 FernUSG fortgeführt werden, ist Ausbildungsförderung auch dann zu leisten, wenn die Zulassung innerhalb der sechs Monate vor Beginn des Bewilligungszeitraums oder im Laufe des Bewilligungszeitraums erloschen, widerrufen oder zurückgenommen worden ist.

Zu Absatz 3

3.3.1       Erfolgreich hat ein Auszubildender dann an dem Lehrgang teilgenommen, wenn seine nachgewiesenen Leistungen erwarten lassen, dass er das angestrebte Ausbildungsziel erreicht.

3.3.2       Ob der Auszubildende die Vorbereitung auf den Ausbildungsabschluss in längstens 12 Monaten beenden kann, ist nach seinem Leistungsstand und der Anlage des Lehrgangs zu beurteilen.

3.3.3       Ausbildungsförderung wird nur geleistet, wenn die in Absatz 3 Nr. 1 und 2 bezeichneten Voraussetzungen gleichzeitig vorliegen.

3 3.4       Ausbildungsförderung wird nur geleistet, solange die Arbeitskraft des Auszubildenden voll in Anspruch genommen wird Tz 2.5.2 bis 2.5.6 sind anzuwenden. Die Gesamtdauer der Förderung betragt höchstens 12 Kalendermonate.

3.3.5       Das Amt erkennt die Bescheinigung nach Absatz 3 nur an, wenn sie von dem hauptberuflichen Mitarbeiter des Fernlehrinstituts, der den Lehrgang pädagogisch betreut, unterschrieben ist.

3.3.6       Das Amt soll die zuständige Landesbehörde unterrichten, wenn es Zweifel an der Richtigkeit der Bescheinigung eines Fernlehrinstituts hat.

Zu Absatz 4

3.4.1              Für die Gleichstellung der Teilnehmer an einem Lehrgang mit den Auszubildenden an einer Art von Ausbildungsstätten ist von den Tz 2.1.4 bis 2.1.19 auszugehen. Die schulrechtlichen Bestimmungen des Landes, in dessen Gebiet das Fernlehrinstitut seinen Hauptsitz für den Geltungsbereich des Gesetzes hat, sind ggf. ergänzend heranzuziehen.

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